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Dürfen Katzen Milch trinken?

Voller Genuss schlecken Kätzchen Milch. Doch ist Kuhmilch für sie verträglich oder gibt es sinnvolle Alternativen?

Katzen und Milch gehören für viele Menschen zusammen wie Kaninchen und Karotten. Es wird einfach erwartet, dass Katzen Milch trinken. Schließlich ist es ein häufiges Bild, dass Katzen auf dem Bauernhof ein Schälchen Milch bekommen und voller Genuss leer schlecken. In Wirklichkeit vertragen Katzen Kuhmilch allerdings nur sehr schlecht: Häufig führt sie sogar zu Durchfall. Aber woher kommt der Mythos, dass Katzen Milch trinken und welche Alternativen bei der Milchfütterung gibt es für die Katzenhalter?

Die Milch der Katzenmutter

Jedes Säugetier produziert Milch, um seinen Nachwuchs nach der Geburt zu versorgen. So stellt auch die Katze ihren Katzenbabys Milch zur Verfügung. Diese ist sehr nahrhaft und speziell für ihre Babys zusammengesetzt, so sichert sie ihren Neugeborenen das Überleben. Damit die Kitten die Milch in den ersten Wochen gut verdauen können, befindet sich im Darm der Kätzchen ein spezielles Enzym: die Laktase. Diese spaltet den in der Milch vorhandenen Milchzucker (Laktose) und macht sie auf diese Weise für den Nachwuchs verträglich.

Die Umstellung auf normales Futter

Katzen säugen ihre Jungen etwa drei bis vier Wochen und danach beginnt für die Kätzchen langsam die Nahrungsumstellung. Während die Kleinen immer häufiger feste Nahrung zu sich nehmen, verändert sich auch die Verdauung der Kitten und das Enzym Laktase verschwindet langsam. So kommt es, dass die meisten erwachsenen Katzen keinen Milchzucker mehr verdauen können und damit keine Kuhmilch mehr vertragen.

Kuhmilch, Katzenmilch und Aufzuchtmilch: Wo liegt der Unterschied?

Es gibt drei Arten von Milch, die zur Fütterung bei Katzen eingesetzt werden.
Die normale Kuhmilch enthält viel Laktose und wird daher nur von sehr wenigen Katzen gut vertragen – und wenn, dann nur in kleinen Mengen. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel: Ist deine Katze von klein auf an Milch gewöhnt, dann hat sie meist als erwachsene Katze auch kein Problem damit. Auch wenn deiner Katze Kuhmilch schmeckt, ist es besser, sie nicht regelmäßig damit zu füttern. Viele Katzen vertragen sie nicht gut und reagieren deshalb mit Durchfall.

Spezielle Katzenmilch mit weniger Laktose kannst du im Tierbedarf oder gut sortierten Supermärkten kaufen. Durch die besondere Aufbereitung ist sie für deine Katze besser verträglich als Kuhmilch. Wichtig für dich zu wissen ist, dass es sich bei der Katzenmilch um eine kleine Kalorienbombe handelt und sie sich deshalb auch nicht als Nahrungsersatz eignet. Besser ist es, wenn du die Katzenmilch, wie Leckerli, nur in kleinen Mengen an deine Katze verfütterst. Hoch mit Wasser verdünnt, regt sie den Durst bei schlechten Trinkern an. Auch wenn Katzenmilch in Maßen nicht schadet, gilt: Wasser ist das beste Getränk für deine Katze.

Die Aufzuchtmilch eignet sich ausschließlich als Muttermilchersatz für Katzenwelpen in den ersten Wochen. Wenn die Katzenmama nicht ausreichend Milch zur Verfügung stellt oder die Kitten mutterlos aufwachsen, dann kannst du das Kätzchen mit Aufzuchtmilch füttern bis sie etwa drei bis vier Wochen alt ist. Ab einem Alter von 3 bis 4 Wochen, beginnt normalerweise allmählich die Umstellung von der Muttermilch auf normales Futter und die Aufzuchtmilch kann langsam absetzen werden. Bei Kätzchen, die ausreichend gesäugt werden sowie ältere oder ausgewachsene Katzen ist Aufzuchtmilch weder geeignet noch notwendig.

Welche Milch eignet sich für Kitten am besten?

Die Muttermilch der Katze ist ganz auf die Bedürfnisse ihrer Kitten abgestimmt. Sie ist reich an Taurin, Arginin und Methionin – drei Aminosäuren, die für Katzen lebenswichtig sind. Außerdem liefert sie die nötige Energie, die die Neugierde und den Spieltrieb der Kätzchen unterhält. Kuhmilch liefert weniger Energie und enthält weniger an den für die Kätzchen wichtigen Nährstoffe – selbst wenn das Kätzchen trinkt bis der Magen voll ist, könnte es auf Dauer zu Mangelerscheinungen oder zu einer lebensbedrohlichen Unterversorgung kommen. Das Gleiche gilt für Katzenmilch, denn meist besteht diese aus laktosereduzierter Kuhmilch. Nur mit der echten Muttermilch der Katzenmama oder einer speziellen Aufzuchtmilch, die der Muttermilch angeglichen wurde, können Kitten erfolgreich aufgezogen werden.

Warum sollen erwachsene Katzen keine Milch für Kitten erhalten?

Katzenaufzuchtmilch ist speziell für Katzenbabys zusammengesetzt und enthält viele spezielle Aminosäuren sowie viel Energie in Form von Fett und Milchzucker (Laktose). Diese Laktose kann von den Kätzchen sehr gut spalten werden. Jedoch können die meisten ausgewachsenen Katzen keine Laktose mehr spalten. Die Folge wäre die gleiche wie bei Kuhmilch: Durchfall. Aber auch der hohe Energiegehalt ist für die erwachsene Katze meist zu viel. Möchtest du deine Katze gelegentlich mit Katzenmilch füttern, ist es wichtig, dass es sich um Katzenmilch für erwachsene Katzen handelt. Diese erkennst du an der Beschreibung des Produktes. Kann sie erst ab dem 3. Lebensmonat gegeben werden, handelt es sich um Katzenmilch, die auch erwachsene Katzen erhalten dürfen. Andernfalls ist sie für Kitten gedacht (Aufzuchtmilch vom 0. bis 2. Monat).

Zum Schluss: Aber warum trinken Katzen Milch?

Früher wurden Katzen hauptsächlich als Mäusefänger auf Bauernhöfen gehalten. Dort haben sie als Futter, neben Mäusen, regelmäßig frische Milch bekommen. Spezielles Katzenfutter gab es schlichtweg noch nicht und Fleisch wäre für die Stallkatzen viel zu teuer gewesen. Frische Kuhmilch war jedoch immer vorhanden und wurde sowohl den Kätzchen als auch den erwachsenen Tieren täglich gegeben. Durch die frühe Gewöhnung an die Kuhmilch ist bei diesen Katzen vermutlich das Enzym Laktase im Darm erhalten geblieben und so vertrugen auch ausgewachsene Tiere größere Mengen Milch. Aber abgesehen davon mögen fast alle Katzen Milch einfach sehr gerne und so hat sich wohl das Bild der Katze, die Kuhmilch trinkt, entwickelt.

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