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Zecken

Sicher hat auch deine Katze schon einmal eine Zecke mit ins Haus gebracht. Die kleinen Parasiten sind nicht nur lästig, sondern können für Tier und Mensch auch zu einer ernsten Gefahr werden, da sie beim Blutsaugen verschiedene Krankheitserreger übertragen können. Erfahre hier, wie du dich und deine Katze am besten vor einem Zeckenbiss schützen kannst.

Zecken gehören zu den Spinnentieren und sitzen am liebsten im Gras, Gebüsch oder Unterholz. Streift die Katze bei ihren Freigängen durch Wiesen, Felder und Wälder, gelangt sie also immer wieder in Gebiete, in denen auch Zecken ansässig sind. Diese lassen sich aus ihrer erhöhten Sitzposition heraus einfach auf das vorbeilaufende Tier fallen und begeben sich auf die Suche nach einer gut durchbluteten Bissstelle. Ist diese gefunden, beißt sich die Zecke mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen in der Haut fest und begingt zu saugen. Ist die Zecke vollgesaugt, fällt sie einfach herab oder wird bei der Fellpflege von der Katze abgestreift. Da dies auch in der Wohnung geschehen kann, beispielsweise an beliebten Aufenthaltsplätzen wie Bett oder Sofa, bist auch du nicht vor einer unliebsamen Begegnung mit dem Blutsauger geschützt.
Zwar sind Zecken hauptsächlich bei milderen Temperaturen, also meist vom Frühjahr bis in den Herbst hinein, aktiv, es gibt allerdings auch Zeckenarten wie die Braune Hundezecke, die das ganze Jahr über vorkommen (und die entgegen ihrer Namensgebung auch Katzen und Menschen befallen können).

Warum sind Zecken gefährlich?

Auch wenn Zecken ihr Körpergewicht beim Blutsaugen um das etwa 200-fache erhöhen können, ist es – außer bei einem Massenbefall – nicht der Blutverlust, der die Zecke für deine Katze gefährlich macht. Die Gefahr geht vor allen Dingen von zahlreichen Krankheitserregern aus, die der Parasit beim Blutsaugen übertragen kann. Hierzu zählen bei der Katze beispielsweise Anaplasmose, Borreliose und Babesiose.
Grundsätzlich gelten Katzen als weniger gefährdet für Zeckenbisse als Hunde, denn aufgrund der für Katzen typischen ausgiebigen Fellpflege wird so manche Zecke vermutlich noch vor dem Biss wieder abgestreift und dadurch unschädlich gemacht. Dennoch solltest du deine Katze so gut wie möglich vor den kleinen Blutsaugern schützen, nicht zuletzt auch deshalb, weil viele der übertragenen Krankheiten auch für den Menschen gefährlich werden können, wie zum Beispiel die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder die Borreliose.

Behandlung und Schutzmaßnahmen

Wenn deine Katze Freigänger ist und regelmäßig in Wald und Wiesen unterwegs ist, ist es ratsam deinen Stubentiger regelmäßig auf Zecken zu kontrollieren. Hat sich eine Zecke an deiner Katze festgebissen, ist es wichtig, sie so schnell wie möglich zu entfernen, denn viele Krankheitserreger werden nicht sofort, sondern erst 12- 48 Stunden nach dem Anhaften übertragen.
Für das Entfernen einer Zecke eignen sich besonders Werkzeuge, wie beispielsweise eine Zeckenzange oder eine Zeckenkarte, mit denen du das kleine Spinnentier nicht zerdrückst, denn dadurch kann das Infektionsrisiko zusätzlich steigen. Auch Hausmittel wie Öl oder Klebstoff, um die zu ersticken, sind nicht sinnvoll, sondern steigern das Infektionsrisiko. Am sichersten ist das Entfernen der Zecke, wenn sie möglichst gerade, gleichmäßig und nicht zu heftig herausgezogen wird, denn das Tier hat sich mit seinen widerhakenartigen Mundwerkzeugen in der Haut verankert. Auch beim Drehen der Zecke bleiben häufig Teile des Kopfes in der Haut stecken. Es kann also durchaus eine halbe Minute dauern, bis sich die Zecke entfernen lässt, dann gleitet sie aber in der Regel ganz leicht heraus.
Sollte doch einmal ein Teil der Zecke in der Haut stecken bleiben oder es an der Bissstelle zu einer leichten Entzündung kommen, ist dies in der Regel kein Problem: Beides heilt meist ohne Folgen rasch wieder aus. Kommt es allerdings zu einer länger anhaltenden oder starken Entzündung oder zu einer sich vergrößernden Rötung um die Bissstelle herum, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.
Während beim Herausziehen ein wenig Vorsicht gefragt ist, gilt es danach, die Zecke unschädlich zu machen, zum Beispiel, indem du sie zerdrückst (allerdings auf keinen Fall mit den bloßen Händen). Du kannst die Zecke z.B. in ein gefaltetes Papier einwickeln und ein gefülltes Wasserglas darüber ziehen. Es ist hingegen nicht sinnvoll, das lebende Tier in Toilette oder Waschbecken hinunterzuspülen, da Zecken bis zu 3 Wochen unter Wasser überleben können.

Zeckenbissen vorbeugen

Verbringt deine Katze regelmäßig Zeit in der freien Natur, ist es sinnvoll, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um sie von vorneherein vor einem Zeckenbefall zu schützen. Hierfür stehen wirksame Zeckenschutzmittel zur Verfügung. Achte aber darauf, dass das Präparat ausdrücklich für Katzen geeignet ist, denn einige Zeckenschutzmittel für Hunde sind für Katzen sehr giftig. Dein Tierarzt kann dich bei der Entscheidung für ein Zeckenschutzmittel kompetent unterstützen.

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